Tonleiter, Stufen und Intervalle
Wie 7 Noten eine ganze Musiksprache aufbauen.
Als Pythagoras an einer Schmiede vorbeiging, bemerkte er, dass bestimmte Hämmer zusammen harmonische Klänge erzeugen. Durch das Messen ihres Gewichts entdeckte er, dass Harmonie ei…
À retenir : Das Intervall ist die Grundzelle der Musik. Eine Frage der Akustik, bevor es eine Frage der Ästhetik ist.
Woher kommen diese 7 Noten?
Die frühesten westlichen Musiktheorien, insbesondere die der Griechen mit Pythagoras, versuchten, die Tonleiter auf einfachen Frequenzverhältnissen aufzubauen — Klänge, die natürlich übereinstimmen mit dem Ohr.
Der Ausgangspunkt ist die Oktave: Eine Note und ihr doppelter Frequenzwert klingen identisch, aber in unterschiedlichen Lagen. Die zweite grundlegende Konsonanz ist die reine Quinte (Verhältnis 3/2). Durch das Aneinanderreihen von sechs Quinten ab Fa:
Wenn man jede Note in dieselbe Oktave zurückbringt, erhält man genau 7 verschiedene Tonhöhen. In aufsteigender Reihenfolge geordnet, bilden sie die natürliche diatonische Tonleiter.
Die einfachste Tonleiter: keine Vorzeichen, nur die weißen Tasten des Klaviers.
Der Ursprung der Notennamen
Im 11. Jahrhundert suchte der Benediktinermönch Guido d'Arezzo nach einem effektiveren Weg, den Gesang zu unterrichten. Er bemerkte, dass die ersten Silben jedes Verses eines Hymnus an Johannes den Täufer den aufeinanderfolgenden Noten der Tonleiter entsprechen:
Si / B wurde später hinzugefügt (Initialen von Sancte Ioannes). Im 16. Jahrhundert wurde Ut zu Do — eine offenere und besser singbare Silbe.