Harmonia.
Level 2 · Kurs 15

Erweiterte Jazz-Progressionen

Einfacher, erweiterter und mollartiger II–V–I, harmonischer Rhythmus, Turnarounds und Jazz-Blues.

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Pause Culture · Bebop & Substitutionen
Charlie Parker (1920–1955)

Parker ('Bird') improvisierte 1945 über Ko-Ko (Cherokee-Changes) in einem Tempo, das seine Zeitgenossen verblüffte. Er verwendete gleichzeitig Tritonussubstitutionen, Sekundärdomin…

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À retenir : Das II–V–I ist keine Formel — es ist ein Erkundungsraum. Je mehr du seine Variationen beherrschst (Erweiterungen, Substitutionen, Verkettungen), desto mehr Farben stehen dir zur Verfügung.

Das II–V–I — drei Versionen

Das II–V–I ist die grundlegende harmonische Zelle des Jazz. IIm7 bereitet vor, V7 erzeugt Spannung, IMaj7 löst auf. Diese Struktur existiert in einer Basisversion, mit Erweiterungen und in Moll — drei sehr unterschiedliche Klangfarben auf derselben Architektur.

Schlüsselprinzip: der Tritonus in V7 (B–F in G7) ist der Motor der Auflösung. B steigt zu C auf (3. von CMaj7), F fällt zu E ab (7. von CMaj7) — eine unwiderstehliche doppelte chromatische Bewegung, die die Jazzkadenz definiert.
II–V–I basique
IIm7 – V7 – IMaj7 · Dm7 – G7 – CMaj7
II–V–I avec extensions
IIm9 – V13 – IMaj9 · Dm9 – G13 – CMaj9
II–V–I mineur
IIm7b5 – V7b9 – Im · Dm7b5 – G7b9 – Cm

II–V–I in 4 Tonarten

TonartIIm7V7IMaj7
C majeurDm7G7CMaj7
F majeurGm7C7FMaj7
Bb majeurCm7F7BbMaj7
G majeurAm7D7GMaj7
Unverzichtbare Übung: Lerne, das II–V–I in allen 12 Tonarten zu spielen (oder zu singen). Standards modulieren ständig — die Progression in jeder Tonart zu kennen ist die unabdingbare Voraussetzung für freies Improvisieren.