Harmonia.
Stufe 1 · Kurs 38

Die harmoniefremden Töne

Durchgangsnote, Wechselnote, Vorhalt (betont), Vorhalt, Wechselnote, Antizipation und Orgelpunkt — die melodische Verzierung der Harmonie.

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Pause Culture · Die harmoniefremden Töne
Théodore Dubois (1837–1924)

Théodore Dubois, Direktor des Pariser Conservatoire und Verfasser einer Harmonielehre, die Generationen von Musikern prägte, ordnete die harmoniefremden Töne mit der Genauigkeit ei…

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À retenir : Ein harmoniefremder Ton ist nie ein Fehler: Der Akkord entscheidet, und das Ohr urteilt.

Was ist ein harmoniefremder Ton?

Ein harmoniefremder Ton ist ein Ton, der nicht zum Akkord gehört, der in diesem genauen Moment erklingt. Er verziert die melodische Linie, schafft Bewegung und Ausdruck, ohne die eigentliche Harmonie zu verändern.

Das Prinzip: in jedem Augenblick sind manche Töne akkordeigen (sie bilden den Akkord), andere akkordfremd (sie verzieren ihn). Die einen von den anderen zu unterscheiden, ist der Schlüssel zu jeder harmonischen Analyse.

Die harmoniefremden Töne werden nach drei Kriterien unterschieden: dem Taktteil, auf den sie fallen (betont oder unbetont), der Art, wie man sie erreicht (in Sekundschritt oder im Sprung) und der Art, wie man sie verlässt (Auflösung). Diese drei Kriterien genügen, um jeden harmoniefremden Ton zu benennen.

Zu merken: die meisten harmoniefremden Töne sind unvorbereitet und fallen auf einen unbetonten Taktteil. Zwei wichtige Ausnahmen: der betonte Vorhalt (Appoggiatur) (betonter Taktteil) und der Vorhalt (betonter Taktteil UND vorbereitet).