Die harmoniefremden Töne
Durchgangsnote, Wechselnote, Vorhalt (betont), Vorhalt, Wechselnote, Antizipation und Orgelpunkt — die melodische Verzierung der Harmonie.
Théodore Dubois, Direktor des Pariser Conservatoire und Verfasser einer Harmonielehre, die Generationen von Musikern prägte, ordnete die harmoniefremden Töne mit der Genauigkeit ei…
À retenir : Ein harmoniefremder Ton ist nie ein Fehler: Der Akkord entscheidet, und das Ohr urteilt.
Was ist ein harmoniefremder Ton?
Ein harmoniefremder Ton ist ein Ton, der nicht zum Akkord gehört, der in diesem genauen Moment erklingt. Er verziert die melodische Linie, schafft Bewegung und Ausdruck, ohne die eigentliche Harmonie zu verändern.
Die harmoniefremden Töne werden nach drei Kriterien unterschieden: dem Taktteil, auf den sie fallen (betont oder unbetont), der Art, wie man sie erreicht (in Sekundschritt oder im Sprung) und der Art, wie man sie verlässt (Auflösung). Diese drei Kriterien genügen, um jeden harmoniefremden Ton zu benennen.