Tonikalisierung
Sekundärdominanten, Nachbartonarten und Ketten — einen Akkord vorübergehend zur Tonika machen.
Zu Beginn seiner Ersten Sinfonie tut Beethoven etwas für die damalige Zeit Skandalöses: Anstatt mit einem C-Dur-Akkord zu beginnen, eröffnet er mit einem Dominantseptakkord, der na…
À retenir : Die Tonikalisierung ist eine harmonische optische Täuschung: Ein neuer König wird eingesetzt, aber sofort wieder gestürzt.
Prinzip der Tonikalisierung
Die Tonikalisierung besteht darin, einen Akkord — für einen Augenblick — als vorübergehende Tonika zu behandeln, indem man ihm seine eigene Dominante (und optional seine Subdominante) voranstellt. Es ist eine weitere Form der Entlehnung: Anstatt einen Akkord durch einen anderen zu ersetzen, wird er mit den Akkorden seiner eigenen Tonart vorbereitet.
Die Tonikalisierung unterscheidet sich von der Modulation: Man verlässt die Haupttonart nicht. Die Nebendominante ist eine vorübergehende Farbe — danach kehrt man natürlich zur Progression zurück.
Jeder diatonische Akkord außer der Haupttonika und den verminderten Akkorden.
Die Haupttonika (bereits Tonika) und verminderte Akkorde (zu instabil, um die Tonikafunktion zu übernehmen).
Grundlegendes Beispiel: G tonikalisieren (V von C)
In C-Dur ist G7 die Dominante. Man kann seine Ankunft verstärken, indem man ihm seine eigene Dominante — D7 — voranstellt. Anstatt C – G7 – C schreibt man C – D7 – G7 – C.
Praktische Vereinfachung
In der Praxis kann man die Subdominante überspringen und direkt zur Nebendominante übergehen. Anstatt SD/X → V/X → X schreibt man einfach V/X → X. V/V kann sogar einen Subdominantakkord in der Progression ersetzen.
Die richtige Umkehrung wählen
Wählen Sie für jede Progression die Umkehrung, die die beste Stimmführung gewährleistet.
Dans C → A7 → Dm → G7 → C, quel renversement de A7 améliore la conduite de voix ?
Dans C → D7 → G7 → C (V/V), quel renversement de D7 crée une basse plus intéressante ?